Mit der Investition in ein neues, vollautomatisches Sägezentrum von BEHRINGER modernisiert Neumeister Hydraulik konsequent seine Produktion. Die neue Anlage ermöglicht das automatische Sägen von Zylinderrohren sowie das vollautomatische Stapeln der Abschnitte in Gitterboxen – ein wichtiger Schritt zur Effizienzsteigerung und Zukunftssicherung.
Neumeister Hydraulik produziert jährlich ca. 100.000 Hydraulikzylinder. Für die Fertigung in diesem Segment kommen Rundrohre mit Außendurchmessern von 50–250 mm zum Einsatz; Zylinderlänge liegt typischerweise bei 1–1,2 m, Flansche benötigen kurze Abschnitte von ca. 20 mm. Das Sägezentrum liegt zwischen Materiallager und Fertigung. Bis zu neun Meter lange Rohre und Stäbe lagern in Hochregal- und Rungenlagern; Beschickung erfolgt per Hallenkran, sowohl für Einzelstäbe als auch für ganze Bunde.
Neumeister setzt auf ein modernes Kettenmagazin, das das gleichzeitige Ablegen ganzer Bündel ermöglicht und anschließend ein schnelles Vereinzeln erleichtert. Dadurch sinken die Kranbewegungen und die Bedienung wird vereinfacht. Darüber hinaus verfügt das Magazin über ein Restelager, das längere Reststücke zurück zur Zufuhrseite führt und dort erneut einlagert. Das komplette Materialhandling läuft automatisiert ab.
Im Zentrum steht die Hochleistungsbandsäge mit einem Schnittbereich von 440 mm und PC-Steuerung für den vollautomatischen Betrieb. Die SpeedCutting-Technologie in Verbindung mit einer dynamischen Prozesssteuerung passt den Sägevorschub kontinuierlich dem Materialquerschnitt an. Dadurch erhöhen sich Schnittleistung und Standzeit der Sägebänder; die Anlage nutzt das Material effizient und verringert Werkzeugabnutzung.
Ein integriertes Magnetportal stapelt die gesägten Zylinderrohre automatisiert in bis zu drei Gitterboxen, wobei das Stapelmuster je nach Durchmesser variiert und die Boxen bis zur definierten Füllhöhe gefüllt werden. Das Magnetportal trägt bis zu 500 kg und ist kostengünstiger als vergleichbare Industrieroboter.
Durch die Automatisierung sinkt der Personalbedarf, was dem Fachkräftemangel entgegenwirkt und die Zukunftsfähigkeit sichert. Die Hochleistungsbandsäge erhöht den Anlagendurchsatz, gewährleistet transparente, präzise Abläufe und reduziert Materialaufwand sowie Nachbearbeitung dank hoher Schnittqualität. Der Aufbau erfolgte reibungslos im engen Zeitrahmen; der Betrieb läuft derzeit zuverlässig in 2–2,5-Schicht-Betrieb.
